Rezension – Thomas Matiszik – Karlchen Modrichs erster Fall

Rezension – Thomas Matiszik – Karlchen Modrichs erster Fall

Rezension

Karlchen – Modrichs erster Fall
von
Thomas Matiszik

© Thomas Matiszik

Verlag:    OCM-Verlag
ISBN:  978-3-942672-47-4
Seiten:  240
Preis:   11,90 €

Klappentext:
Ist der Mensch von Natur aus böse?
Karl Ressler liebt die Bee Gees. Und er tötet, weil es ihm Spaß macht. Schon als Kind schikanierte er seine Umwelt mit perfiden Spielchen, heute quält er seine Opfer bis zum tödlichen Ende.
Als ein Mädchen vermisst wird, eröffnet Kommissar Peer Modrich die Jagd auf “Karlchen”. Allerding scheint Modrich zu viele Probleme mit sich selbst zu haben – und mit Morbus Meulengracht, der ihm regelmäßig gewaltige Kater beschert. Daher ist es dann auch nicht Modrich, sondern seine Kollegin Guddi, die die Hatz auf Karl Ressler immer wieder vorantreibt. Das blutige Katz- und Mausspiel fordet viele Opfer und steuert in atemberaubendem Tempo auf den dramatischen Showdown zu.

Rezension:

Der kleine 5jährige Karl zeigt extreme Auffälligkeiten, in dem er Erwachsene auf so perfide Art ausspielt,  wie man es von so einem kleinen Jungen überhaupt nicht erwartet.
Er schafft es sogar, seinem Kinderarzt etwas anzuhängen, dass dieser seine Zulassung verliert.

Jahre später beginnen in Karl schlimme Gefühle zu erwachen und er findet sein erstes Opfer in einer 14jährigen Jugendlichen. Er hat seinen Spaß daran diese zu betäuben, sie zu missbrauchen, um sie später qualvoll zu töten. Nach einem Aufenthalt in einer Psychiatrie scheint Karlchen, wie er von der Polizei genannt wird, wieder erneut zuzuschlagen und seine perfiden Spielchen zu treiben.
Er ist lange Zeit Kommissar Modrich immer einen Schritt voraus und es folgen weitere Opfer.

Fazit:
Als ich die Klappentexte, der bisher erschienenen Krimis von Thomas Matiszik las, war ich sehr angetan.
Wiederum wusste ich aber auch, dass es nur wenige Deutsche Krimiautoren gibt, die mir wirklich eine Gänsehaut bescherten.

So fing ich also an,  ohne große Erwartungen, Thomas Matisziks Buch zu lesen.

Am Anfang fiel mir der noch sehr holprige Schreibstil auf, der sich jedoch im Laufe des Buches deutlich verbessert.  Der Autor geht dabei sehr auf die einzelnen Charaktere ein, so dass mir gerade Kommissar Modrich direkt sympathisch war. Wobei ich nicht so ganz verstand, dass ein Erwachsener Mann, der unter dem Morbus Meulengracht leidet, immer wieder zu Alkohol greift.  Morbus Meulengracht  ist eine häufige, meist harmlose und angeborene Stoffwechselstörung. Die Nachwirkungen auf Alkoholkonsum und auf manche Medikamente, ist bei dieser Erkrankung meistens viel stärker.

Dementsprechend ging es Kommissar Peer Modrich nach dem Trinken immer sehr schlecht.  Er war kaum fähig seine Arbeit aufzunehmen, da  er mit extremer Müdigkeit, Übelkeit und Schwindelgefühle zu tun hatte.

Tja, und was soll ich sagen,  ich hatte den Roman innerhalb von zwei Tagen, wobei ich erst immer abends zum Lesen kam, verschlungen.  Die Kapitel hielt Thomas Matiszik extrem kurz, so dass man eigentlich durch das Buch geflogen ist.  Die Spannung wurde extrem hochgehalten und ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Teilweise war ich so geschockt von dem, was ich da zu lesen bekam,  dass ich wirklich eine Seite nach der Anderen weggesuchtet habe.

Ich wollte wissen, ob es dem Kommissar,  seiner Kollegin und der Schwester von Karlchen gelingt, ihn aufzuhalten.
Bis zu fast letzten Seite, war dies nicht klar und so gelingt es einem nicht, mit dem Lesen aufzuhören.

Eine klare Leseempfehlung von mir und ich freue mich schon sehr, den nächsten Band um Kommissar Modrich zu lesen und hoffe, dass mich auch wieder spannende Lesestunden erwarten.

4 von 5 Sternen

Klappentext:  ©OCM-Verlag.de
Cover:  ©Thomas Matiszik
Rezensionstext & Fazit: ©Nadys-Bücherwelt 2018

2 Gedanken zu „Rezension – Thomas Matiszik – Karlchen Modrichs erster Fall

  1. Hallo Nady,
    du hattest mir während des Lesens ja schon erzählt, wie gut es Dir gefällt.
    Du hast mich mit Deiner Rezension wirklich neugierig gemacht. Das Cover schaut ja nicht gerade so ansprechend aus, dass man es unbedingt einpacken muss. Wie man sich doch manchmal vom Äußeren beeinflussen lässt.
    Liebe Grüße
    Kati

    1. Hallo liebe Kati,
      ja, man sollte sich vom Cover nicht beeinflussen lassen. Die Erfahrung habe ich in letzter Zeit ja öfters gemacht.
      Aber, ich bin halt auch ein Coverkäufer und hätte das Buch sicherlich auch nicht in meinen Einkaufswagen gepackt.

      Liebe Grüße
      Deine Nady

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