Der Aurora Code. Eingesperrt. Überwacht. Ausgeliefert. von Marcus Schneider / Rezension

Autor:
Marcus Schneider stammt aus Ostwestfalen und lebt heute nahe München. Hauptberuflich arbeitet er in einem internationalen IT-Konzern. Seine andere Leidenschaft aber ist das Schreiben. Seine Geschichten erkunden oft die Grenzen des technisch Möglichen, wobei sein Stil leicht, humorvoll und unterhaltsam bleibt. Wenn er nicht schreibt, findet man ihn wandernd in den Alpen, an den Stränden Südfrankreichs oder auf dem Tennisplatz.

Klappentext:
Wie besiegst du einen Gegner, der jeden einzelnen deiner Schritte schon kennt?
Im Alpen-Resort Silberhorn ist Perfektion Programm: Die KI, Aurora, dirigiert Schlitten, Pisten, Personal – und erfüllt ihren Gästen scheinbar jeden Wunsch. Als der IT-Forensiker Jonas Lindholm auf Anordnung seines Chefs im Silberhorn Urlaub machen muss, interessiert ihn dies alles jedoch herzlich wenig. Er möchte nämlich vor allem eins: in Ruhe gelassen werden.
Aber schon nach seinem ersten Tag zeigen sich Risse in Auroras perfektem System. Lichter flackern durch verglaste Korridore, unheimliche Besucher tauchen auf, Gäste verschwinden – für alles hat Aurora eine nachvollziehbare Erklärung. Widerwillig macht Jonas sich auf die Suche nach Antworten. Hilfe bekommt er dabei unter anderem von der mysteriösen Hotelmanagerin Eve, doch je mehr er herausfindet, desto unsicherer wird er. Was wird hier gespielt? Und wem kann er noch trauen? Als dann auch noch ein gewaltiger Schneesturm das Resort von der Außenwelt abschneidet, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse. Während Drohnen patrouillieren und die umliegenden Gipfel immer neue Rätsel aufwerfen, beginnt für Jonas ein atemloser Wettlauf gegen die Zeit.
Rezension:
Nach dem ich den Klappentext gelesen habe, war ich sehr gespannt auf den Roman und da es das Thema Künstliche Intelligenz beinhaltet, war ich neugierig.
Der IT-Forensiker Jonas Lindholm hat sich in dem Alpen-Resort Silberthron, auf Wunsch seines Chefs, ein Zimmer gebucht. Er sollte mal richtig auszuspannen. Alles, was über das Hotel bekannt ist, interessiert ihn wenig. Allerdings überrascht ihn dann doch, wie ausgeklügelt das komplette System zu sein scheint.
Die KI, Aurora, scheint jedem Gast individuell die kleinen und großen Wünsche zu erfüllen. Das Personal ist äußerst zuvorkommend und behandelt jeden Besucher mit vollem Respekt.
Schnell findet Jonas jedoch Unstimmigkeiten in dem ganzen System. „Aurora“ scheint doch nicht so zu funktionieren, wie es angepriesen wird.
In verglasten Korridoren flackert zum Beispiel das Licht. Jonas entdeckt Besucher, die ihm mehr als eigenartig rüberkommen, Drohnen, die aus dem Nichts erscheinen und dann fällt ihm auf, dass immer wieder Gäste verschwinden. Das Personal hat dafür immer Gründe wie z.B., dass sie kurzfristig abgereist wären. Doch das Hotel ist aufgrund starker Schneefälle von der Außenwelt abgeschnitten. Wie ist das denn möglich?
Jonas Neugierde ist geweckt und er möchte näheres über „Aurora“ erfahren. Dabei lernt er die mysteriöse Hotelmanagerin Eve kennen, die ihm gerne bei seiner Recherche hilft. Dabei fallen Jonas immer mehr Ungereimtheiten auf und er weiß bald nicht mehr, wem er hier noch trauen kann, jedoch ein Entkommen scheint es nicht zu geben.
Mein Fazit:
Der Schreibstil von Marcus Schneider hat es mir leicht gemacht, in die Story hineinzufinden. Er schreibt flüssig und die Beschreibung von dem Resort war überaus bildlich, so dass ich das Gefühl hatte, mich selbst in dem Hotel aufzuhalten.
Schnell nahm die Geschichte Fahrt auf und gestaltete sich am Anfang wirklich spannend. Ich war sehr neugierig, was sich hinter „Aurora“ versteckt.
Zwischendurch lief es mir auch kalt den Rücken runter, wenn ich mir vorstellte, ich wäre in so einem Hotel, das mir jeden Wunsch erfüllt, bevor ich überhaupt davon gesprochen habe und dass der Aufenthalt so auf mich abgestimmt ist, die KI alles über mich zu kennen scheint.
Der Mittelteil des Thrillers flachte dann jedoch ab und die Spannungsbogen blieb auf der Strecke. Jedoch änderte das sich dann wieder zum Ende hin und ich war sehr neugierig, was sich hinter der Künstlichen Intelligenz verbirgt.
Von mir bekommt „Aurora“ 3 von 5 Sterne und ich kann den Roman jedem empfehlen, der sich für dieses Thema interessiert.
Mir machte diese „Zukunftsperspektive“ aber auch irgendwie Angst.
Ich möchte mich auf jeden Fall ganz herzlich bei Marcus Schneider für das bereitgestellte E-Book bedanken.