Toter Schatten von Leo Born / Rezension

Toter Schatten von Leo Born / Rezension

© Cover: Bastei-Lübbe.de © Foto: nadys-buecherwelt.de

Autor:

Leo Born ist das Pseudonym eines deutschen Krimi- und Thriller-Autors. Vom großen Erfolg seiner seit 2017 veröffentlichten Mara-Billinsky-Reihe ist der Autor noch immer selbst überrascht. Denn spannenderweise wollte Leo Born gar keine Thriller schreiben – und auch keine Reihe. Aber dann trat »Die Krähe« in sein Autorenleben und veränderte alles. Mit Mara Billinsky hat Leo Born eine Ermittlerfigur geschaffen, die niemanden mehr einfach so loslässt. Die rasanten Thriller sind so abgründig und vielschichtig wie die menschliche Seele selbst. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum sie Leser und Kritiker von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und begeistern.
Die Stadt Frankfurt mit ihrer funkelnden Skyline und ihrem dreckigen Bahnhofsviertel bietet die passende Kulisse für diese düstere Reihe. »Mainhatten ist einfach eine Stadt für Thriller«, sagt der Autor. Und trotzdem – oder gerade deswegen – lebt ihr mit seiner Familie total gern in dieser Stadt. (© Bastei-Lübbe.de) 


© Olivier Favre

Klappentext:

Dichter Nebel hält Frankfurt fest umschlossen, als Annabell ihre morgendliche Joggingrunde durch den Park dreht – und plötzlich von einer unbegreiflichen Angst ergriffen wird. Kurz darauf ist die junge Frau tot. Ihr Mörder hat auf dem Bein der Toten mit Lippenstift eine kleine Zeichnung hinterlassen: einen Schmetterling.
Kommissarin Mara Billinsky und ihr Kollege Jan Rosen nehmen die Ermittlungen in dem Fall auf und stellen schnell fest, dass Annabell als Prostituierte gearbeitet hat. Hat ihr Zuhälter sie ermordet? Oder einer ihrer Kunden?
Doch dann stößt Rosen bei seinen Recherchen auf eine rätselhafte Verbindung zu einem anderen Verbrechen. Vor acht Jahren wurde ein junges Mädchen getötet – auf ihrem Bein war ein Schmetterling tätowiert.
Während Mara und Jan fieberhaft nach dem Mörder suchen, ahnen sie nicht, dass in Frankfurts Unterwelt längst ein brutaler Bandenkrieg ausgebrochen ist – und ein alter Feind Mara nähersteht, als sie für möglich hält …

Rezension

Kommissarin Mara Billinsky und ihr Kollege Jan Rosen werden zu einer jungen Frauenleiche gerufen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei der Toten um Annabell Rempf handelt. Sie wurde während ihrer morgendlichen Joggingrunde überfallen und getötet. Was den Ermittlern sofort auffällt, ist ein Schmetterling, der auf eines ihrer Beine gemalt wurde.
Bei den weiteren Ermittlungen finden Mara und ihr Kollege Jan heraus, dass Annabell als Prostituierte tätig war. Alle ihre Kunden werden befragt, doch sie haben ein Alibi. Nur einen Kunden, der Annabell jeden Dienstag besuchte, kann die Polizei nicht ausfindig machen.
Dann macht Jan Rosen eine interessante Entdeckung: Es gibt eine Verbindung zu einem früheren Fall. Vor acht Jahren wurde ebenfalls eine junge Frau ermordet, die ein Schmetterlingstattoo am Bein hatte.
Während Mara und Jan fieberhaft nach Annabells Mörder suchen, findet in der Frankfurter Unterwelt ein brutaler Bandenkrieg statt.

Fazit

Dies war der erste Roman, den ich von Leo Born gelesen habe. Der Prolog hat mich direkt in die Story hineinkatapultiert. Danach hatte ich allerdings meine Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzukommen. Die Protagonisten waren mir allesamt eher unsympathisch, und durch die ausführliche Polizeiarbeit zog sich der Thriller für mich stellenweise etwas in die Länge.
Außerdem fragte ich mich lange, was die beiden Handlungsstränge, der Tod von Annabell und der Bandenkrieg in Frankfurt, miteinander zu tun haben.
Ab der Mitte des Buches wurde ich dann doch neugierig und die Handlung nahm zunehmend Fahrt auf. Letztendlich konnte mich die Auflösung des Falles sogar überraschen.
Der Schreibstil von Leo Born war angenehm zu lesen, und trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten habe ich „Toter Schatten“ gerne gelesen.
Von mir erhält der Thriller 3 von 5 Sternen. Ich kann ihn allen empfehlen, die gerne Krimis und Thriller mit einem großen Anteil an Ermittlungsarbeit lesen.

 

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