Das Signal von Ursula Poznanski / Rezension

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Autorin:
Ursula Poznanski lebt mit ihrer Familie in Wien. Die ehemalige Medizinjournalistin ist eine der erfolgreichsten Autorinnen deutscher Sprache: Mit ihren Jugendbüchern und Thrillern für Erwachsene ist sie Jahr für Jahr ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden, ihre begeisterte Leserschaft hat ihr zu einer deutschen Gesamtauflage von bereits fünf Millionen Exemplaren verholfen. (© droemer-knaur.de)

Klappentext:
Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.
Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …
Rezension:
Viola Decker, eine junge Innenarchitektin, verliert bei einem Unfall, an den sie sich jedoch nicht mehr erinnern kann, ein Bein. Der Schock sitzt tief und ihr fällt erst jetzt auf, wie viele Hindernisse es plötzlich für sie gibt.
Als sie wieder nach Hause kann, kümmert sich ihr Mann Adam rührend um sie und möchte ihr alle Aufgaben abnehmen. Da ihr Haus noch im Umbau ist, hat er ihr ein Zimmer im Erdgeschoss eingerichtet. Die Treppe zum Obergeschoss hat noch kein Geländer und somit ist es Viola nicht möglich, diese zu benutzen.
Ihre Welt und ihr Leben findet fortan im Erdgeschoss statt, da der Umbau zu einem behindertengerechten Haus viel Zeit in Anspruch nehmen wird.
Da er natürlich wieder ins Büro zurück muss, hat er für Viola eine Pflegerin eingestellt. Doch die wortkarge Dame ist so gar nicht nach Violas Geschmack. Sie hat das Gefühl, als würde diese sie ständig beobachten. Sie verrichtet zwar ihren Dienst als Pflegerin, bleibt dabei aber völlig distanziert.
Obwohl es so scheint, als würde Adam alles für seine Frau tun und ihr jeden Wunsch erfüllen, hat Viola immer mehr das Gefühl, dass sich in ihrer Beziehung etwas verändert hat. Ihr Misstrauen wächst und so beschließt Viola GPS Tracker einzusetzen. In Adams Schuhe und Jacke und auch ihre Freundinnen, die sie sporadisch besuchen, bekommen einen Tracker verpasst. Nun hat Viola die Möglichkeit, jeden auf seinem Weg zu beobachten und findet bald Unglaubliches raus.
Meine Meinung:
Mein letztes Buch der Autorin war “Erebos” und das fand ich hervorragend. Jetzt wollte ich doch mal wissen, wie es ist, einen Thriller von Ursula Poznanski zu lesen.
Ich wurde nicht enttäuscht. Von der ersten Seite an war ich von der Story gefangen. Ich habe immer wieder mit der Protagonistin mit gefiebert und versucht herauszubekommen, ob ihr Mann, ihre Freundinnen oder die Pflegerin, es wirklich gut mit ihr meinen. Warum werden sowohl ihre Krücken, als auch der Rollstuhl immer so abgestellt, dass sie diese nicht selber erreichen kann, obwohl sie am Abend zuvor direkt neben ihrem Bett standen.
Violas Erfindungsreichtum, um bestimmte Dinge zu erkunden, hat mich wirklich begeistert.
Letztendlich war dieses Buch sehr spannend und flüssig zu lesen. Was zum Schluss jedoch heraus kam hat mich dann doch überrascht. Aber genau das Mitraten machte diesen Thriller zu einem besonderen Leseerlebnis.
Von mir bekommt “Das Signal” 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für jeden, der einen hervorragenden Psychothriller lesen möchte.