Der 13. Mann von Michael Tsokos & Florian Schwiecker / Rezension

Der 13. Mann von Michael Tsokos & Florian Schwiecker / Rezension

Rezension:   “Der 13. Mann” von Michael Tsokos und Florian Schwiecker
                        erschienen am 01.03.2022 bei Knaur TB

Vielen Dank an den Verlag, der mir das Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat. Dies hat mich jedoch in keiner Weise bei meiner Meinung beeinflusst. 

Klappentext:

Ein Mord führt Anwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer auf die Spur eines erschütternden Sozial-Experiments: der 2. Justiz-Krimi des Bestseller-Duos Florian Schwiecker & Michael Tsokos bietet erneut Hochspannung kombiniert mit außergewöhnlichen Insider-Einblicken!

Rocco Eberhardt kann kaum glauben, was den unscheinbaren Timo Krampe in seine Anwaltskanzlei führt. Timo wollte mit seinem Freund Jörg einen Skandal von enormer Sprengkraft aufdecken, doch nun ist Jörg verschwunden. Ermordet, wie Rechtsmediziner Justus Jarmer angesichts der Wasserleiche auf seinem Tisch vermutet. Und auch Timos Leben scheint in Gefahr, denn seine Enthüllung ist wahrlich brisant: Im Rahmen des Granther-Experiments hatten Berliner Jugendämter noch bis 2003 Pflegekinder bewusst an pädophile Männer vermittelt – auch Timo und Jörg. Und die Verantwortlichen sitzen inzwischen an den Schalthebeln der Macht …
Auch im 2. Band ihrer Justiz-Krimi-Reihe lassen der ehemalige Strafverteidiger Florian Schwiecker und Rechtsmediziner Michael Tsokos wieder tief hinter die Kulissen des deutschen Justiz-Systems blicken. Der spannende Fall um einen Mord vor dem Hintergrund eines Missbrauchs-Skandals ist inspiriert von einer wahren Geschichte.

Ihren ersten Fall lösen der Anwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer im Bestseller »Die siebte Zeugin«.  © Verlag: knaur TB

Meine Meinung:

Da ich Bücher von Michael Tsokos sehr mag, habe ich mich auch auf den 2. Band der Reihe von Anwalt Rocco Eberhardt und dem Rechtsmediziner Justus Jarmer gefreut, den er wieder mit dem Strafverteidiger Florian Schwiecker zusammengeschrieben hat.
Es handelt sich hierbei um einen Justiz-Krimi dem eine wahre Gegebenheit zugrunde liegt.
Timo Krampe erscheint zusammen mit einer Journalistin in Rocco Eberhardts Anwaltspraxis. Was er berichtet ist äußerst brisant. Er und sein Freund Jörg wollten ein Interview geben und darüber auspacken, was ihnen als Kinder zugestoßen ist. Sie wurden damals zusammen über das Berliner Jugendamt an einen Mann vermittelt, der sich als pädophil entpuppte. Timo und Jörg wurden in ihrer Kinder- und Jugendzeit von ihrem Pflegevater missbraucht und möchten beweisen, dass das Jugendamt darüber Bescheid wusste und explizit Kinder an Pädophile vermittelt hat.
Doch einen Tag vor besagtem Interview verschwindet Jörg und Timo glaubt, dass er entführt wurde, damit er nicht auspacken kann.
Was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen ist, dass besagter Jörg als Wasserleiche auf Justus Jarmers Seziertisch liegt.

Dieser Krimi hat mich sehr mitgenommen. Ich habe recherchiert, weil es ja hieß, dass er auf eine wahre Begebenheit beruht. Und tatsächlich gab es diesen Missbrauchs-Skandal wirklich.
Dadurch habe ich das Buch nochmal mit anderen Augen gelesen. Immer schwirrte in meinem Hinterkopf der Gedanke, dass vielen Kindern genau das passiert ist.
Klar spannt Schwiecker und Tsokos eine Story drumherum, die es in Wahrheit nicht gab, aber viele Fakten in dem Buch entsprechen der Wirklichkeit.
Der Schreibstil war wieder angenehm zu lesen und die beiden Autoren haben den Spannungsbogen stetig erhöht. Was dann aber herauskam, hat mich doch sehr überrascht und ich hätte mit diesem Ende nicht gerechnet.
Von mir bekommt dieser Krimi 4 von 5 Sternen und ich freue mich schon sehr auf eine eventuelle Fortsetzung dieser Reihe. © nadys-buecherwelt.de

Der 13. Mann
© Cover: knaur TB
© Foto: nadys-buecherwelt.de

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