Wir schreiben unsere Namen in den Winde von Jodi Picoult / Rezension

Wir schreiben unsere Namen in den Winde von Jodi Picoult / Rezension

© Bertelsmann Verlag
© Foto: nadys-buecherwelt.de

Autorin:

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie neunzwanzig Romane, von denen viele auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste standen. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem renommierten New England Book Award. Jodi Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.

© Jodi Picoult

Klappentext:

England im frühen 17. Jahrhundert: Emilia Bassano liebt das Schreiben, doch als Frau hat sie keine eigene Stimme. Nur für einen hohen Preis kann sie ihre Geschichten heimlich auf die Bühne bringen: Sie muss einen Mann finden, der sich als Autor ihrer Werke ausgibt. Und dieser ist niemand anders als Englands berühmtester Dramatiker: William Shakespeare.
New York in der Gegenwart: Melina Green ist fest entschlossen, ihr Theaterstück zu veröffentlichen, inspiriert vom Leben ihrer Vorfahrin Emilia Bassano. Auch vierhundert Jahre später wird die Stimme einer Frau immer noch nicht so gehört wie die eines Mannes. Doch wie weit kann Melina gehen, um ihren Traum zu verwirklichen?

Rezension:

Nachdem ich den Roman im Jahr 2025 abgebrochen habe, habe ich jetzt trotzdem nochmal danach gegriffen. Irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, dass mir ein Buch von Jodi Picoult nicht gefallen soll.
Doch dieses Mal hatte ich überhaupt keine Probleme, in die Geschichte hineinzukommen.
Der Roman spielt in zwei Zeitepochen:
In der Gegenwart lernen wir Melina Green kennen. Sie liebt es, Theaterstücke zu schreiben und träumt davon, endlich eines ihrer Stücke zu veröffentlichen.
Dabei greift sie auf ihre Vorfahrin, Emilia Bassano, zurück, die im 17. Jahrhundert lebte. Damals waren die Frauen noch viel weniger wert als heute. Melina kämpft und durch eine Unstimmigkeit schmiedet sie ein Plan, damit ihre Geschichte endlich Gehör erlangt.
Dann reisen wir in das 17. Jahrhundert und lernen Melinas Vorfahrin Emilia Bassano kennen. In der damaligen Zeit war es undenkbar, dass eine Frau ein Buch oder ein Theaterstück schreibt und veröffentlicht, ja ihnen wurde das nicht zugetraut. Emilia bleibt nichts anderes übrig, als einen Mann zu finden, der ihre Werke in seinem Namen veröffentlicht. Doch Emilia muss einen hohen Preis dafür zahlen. Dann begegnet ihr der berühmte Dramatiker William Shakespeare, der ihre Werke unter seinem Namen veröffentlicht und sie nur einen geringen Verdienst dafür bekommt. Um ihren Traum zu erfüllen, muss sie kämpfen.

Fazit:

Dieses Mal war es wohl genau der richtige Moment, um den teilweise historischen Roman von Judi Picoult zu lesen.
Ich konnte mich sehr gut in die Story fallen lassen. Es war mal ein anderes Buch, aus der Feder von Picoult.
Die Kapitel, die in der Gegenwart spielen, waren leicht und flüssig zu lesen. Jedoch die Vergangenheit war teilweise nicht einfach zu verstehen. Emilia schreibt sehr viele Gedichte, die für mich nicht einfach zu lesen waren, was der damaligen Ausdrucksweise im 17. Jahrhundert geschuldet ist.
Trotzdem war die Lebensgeschichte von Emilia Bassano sehr interessant und oft dachte ich mir, dass ich froh bin, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben.
Ich habe „Wir schreiben unsere Namen in den Wind“ gleichzeitig gelesen und gehört. Dadurch habe ich den Roman viel intensiver wahrnehmen können.  Die Sprecherinnen Simone Kabst und Linda Blümchen haben wunderbar und fesselnd vorgelesen, so dass die 19 Stunden und 30 Minuten im Flug vergangen sind.
Ich gebe dem Roman 4 von 5 Sterne und kann ihn auf jeden Fall empfehlen.

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