Der Fährmann von Regina Denk / Rezension

Der Fährmann von Regina Denk / Rezension

© Cover: Droemer-Knaur.de © Foto: nadys-buecherwelt,de

Autorin:

Regina Denk wurde 1981 an der bayerisch-österreichischen Grenze geboren. Die Liebe zu ihrer Heimat wurde ihr, zusammen mit der Leidenschaft für Geschichten, in die Wiege gelegt. Das Schreiben und die Berge begleiten sie schon ihr Leben lang. Vom Literaturstudium in München, bis ans andere Ende der Welt und wieder zurück in die Heimat, wo sie heute lebt – ein Bein in Bayern, das andere in Österreich. Unter dem Pseudonym Fanny König veröffentlichte sie humoristische Bayern-Krimis. Nach “Die Schwarzgeherin” ist “Der Fährmann” ihr zweiter Roman bei Droemer. 

Klappentext:

Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Fährmann muss Hannes Winkler dem Brauch folgen, sich keine Frau zu nehmen. Denn sollte sein gefährlicher Beruf sein Leben fordern, darf er keine bedürftigen Angehörigen zurücklassen. Hannes’ Herz gehört trotzdem schon lang seiner Jugendfreundin Elisabeth. Doch die ist Josef Steiner versprochen, dem Erben des größten Hofes am diesseitigen Ufer der Salzach. Das trifft nicht nur Hannes und Elisabeth hart, die seine Gefühle erwidert: Elisabeths beste Freundin Annemarie hatte sich Hoffnung auf eine Heirat mit Josef gemacht.
Während der 1. Weltkrieg die kleine Gemeinschaft diesseits und jenseits der Salzach in Österreich und Deutschland spaltet, gerät das Leben der vier jungen Leute in einen Strudel aus Gewalt, Aufbegehren und Schuld. Als schließlich ein Kind verschwindet, wird eine tödliche Spirale in Gang gesetzt. 

Rezension:

Der Roman spielt in den Jahren 1894 bis 1915 im österreichischen Grenzgebiet.

Hannes ist gerade einmal sechs Jahre alt, als feststeht, dass er eines Tages „der Fährmann“ werden soll. Regina Denk erzählt seine Geschichte aus insgesamt vier verschiedenen Perspektiven.
Da Hannes Zukunft bereits vorbestimmt ist, darf er als zukünftiger Fährmann nicht heiraten. Dennoch gibt es zwei Frauen, die ihn begehren: Elisabeth und Annemarie. Hannes selbst liebt jedoch nur Elisabeth.
Elisabeth wird allerdings mit dem Großbauern Josef verheiratet. Dieser wiederum hat ein Auge auf Annemarie geworfen und macht sie zu seiner Geliebten. So entsteht ein kompliziertes Geflecht aus Liebe, Abhängigkeit und gesellschaftlichen Zwängen.

Fazit:

Dies war der erste Roman, den ich von Regina Denk gelesen habe. Die Autorin hat in meinen Augen einen recht ungewöhnlichen Schreibstil, weshalb ich zunächst Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzufinden.
Interessant fand ich jedoch die Darstellung der damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse und insbesondere den Umgang mit Frauen und ihren Wünschen. Es waren Zeiten, in denen häufig die Männer über das Leben der Frauen bestimmten und diese nur wenig selbst entscheiden konnten. Diese Abhängigkeiten und gesellschaftlichen Zwänge hat die Autorin für mich sehr eindrücklich vermittelt.
Leider empfand ich die Handlung stellenweise als sehr langatmig. Auch die Sprache war für meinen Geschmack oft ungewöhnlich, und zu den Charakteren konnte ich kaum eine Verbindung aufbauen, da sie mir größtenteils unsympathisch blieben.
Insgesamt konnte mich der Roman daher leider nicht überzeugen. Während des Lesens habe ich mehrfach darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen. Deshalb kann ich dem Roman leider nur 2 von 5 Sternen geben.

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