München 72 von Petra Mattfeldt / Rezension

München 72 von Petra Mattfeldt / Rezension

Rezension:      „München 72 – Der Tag, an dem die Spiele stillstanden“
                              Der Tag, an dem die Spiele stillstanden
von Petra Mattfeldt

                              erschienen am 25. Juli 2022 beim Blanvalet-Verlag

Cover: © Blanvalet Verlag
Foto: © nadys-buecherwelt.de

Autorin:

Petra Mattfeldt ist eine deutsche Spiegel- und Bild-Bestsellerautorin, die bereits unter ihrem Namen aber auch unter diversen Pseudonymen veröffentlicht hat. Im Zuge einer anderen Recherche stieß sie auf die Ereignisse rund um die olympischen Spiele im Jahr 1972. Seitdem ließ sie das Thema nicht mehr los, und so entwickelte sie – unter Befragung von Zeitzeugen und gründlicher Recherche – den Roman „München 72“, in dem sie aus der Sicht fiktiver Figuren nachzeichnet, was diese damals gefühlt haben könnten. (© Blanvalet Verlag)

Petra Mattfeldt
© Sonja Inselmann

Klappentext:

München 72 – es sollen die heiteren Spiele werden, doch sie enden in einer Tragödie. Spannend, eindringlich, fiktiv – der Roman, der die Ereignisse greifbar macht.
München, 1972: Die „heiteren Spiele“ beginnen mit Jubel und Freude in der bayrischen Landeshauptstadt. Die Stimmung ist ausgelassen, Frieden und Fröhlichkeit überall spürbar. Angelika Nowak könnte kaum glücklicher sein. Sie wurde als einzige Bogenschützin ausgewählt, die DDR bei den olympischen Spielen zu vertreten. Schnell freundet sie sich mit Roman an, einem Ringer der israelischen Mannschaft. Doch dann passiert etwas, mit dem niemand gerechnet hat. Am Morgen des 5. Septembers verändert ein Terroranschlag alles, und Roman ist einer der Geiseln …
Petra Mattfeldt erzählt aus der Sicht von fünf fiktiven Figuren, die auf realen Personen beruhen, die Ereignisse um das Olympiaattentat. Sie beschreibt ihre Gefühle, Ängste, Träume und Wünsche während der olympischen Spiele und zeichnet ein spannendes, faszinierendes und erschütterndes Porträt des schwärzesten Tages der Olympiageschichte. (© Blanvalet Verlag)

Meine Meinung:

Dies war der erste Roman, den ich von der Autorin unter dem Namen Petra Mattfeldt, gelesen habe. Ihre historischen Bücher unter den Namen Ellin Carsta und Caren Benedikt habe ich fast alle mit Begeisterung verschlungen. Nun war ich sehr gespannt, wie mir dieser Thriller mit dem Hintergrund einer wahren Begebenheit gefallen wird.

Als dieser Terroranschlag am 05. September 1972 geschah war ich gerade mal 8 Jahre alt und habe natürlich nichts davon bewusst wahrgenommen.
Umso geschockter war ich, als ich mich jetzt vermehrt mit dem Thema beschäftigt habe. Zu der Zeit, als ich das Buch von Petra Mattfeldt gelesen habe, wurde auch im Fernsehen darüber berichtet, da dieses schreckliche Ereignis den fünfzigsten Jahrestag hatte.
Petra Mattfeldt hat diese wahre Begebenheit in einer fiktiven Story verpackt, wobei die Protagonisten auf realen Personen beruhen, und ich war von der ersten Seite an gefesselt.

In München finden die ersten Olympischen Spiele 1972 statt und die Menschen sind ausgelassen und freuen sich auf die kommenden Tage.
Unter den Teilnehmer befindet sich auch Angelika Nowak, die als einzige Bogenschützin die DDR vertritt und von ihrem Trainer nicht nur trainiert, sondern auch bewacht wird.
Als sie sich mit Roman, dem Ringer der israelischen Mannschaft anfreundet, ist ihm das überhaupt nicht recht. So versucht er mit allen Mitteln, diese Freundschaft zu verbieten.
Am 05. September 1972 passiert das Unglück, mit dem keiner gerechnet hat. Ein Terroranschlag erschüttert die Menschen und ausgerechnet Roman gehört zu den Geiseln.

Petra Mattfeldt hat mit diesem Roman ein düsteres und unglaubliches Szenario beschrieben, dass mich sehr schockiert zurückließ. Sie schreckte auch nicht davor zurück, die Fehler der Regierung, der Polizisten und der Veranstalter zu erwähnen.
Ein fesselndes Buch, über das ich noch lange nachdenken werde und die Autorin hat mich mal wieder, trotz der schrecklichen Story, begeistern können. Ein hervorragend recherchiertes Buch, für das ich gerne wieder 5 von 5 Sterne gebe. (© Nadys-Buecherwelt.de)

Klappenbroschur,
320 Seiten,
ISBN: 978-3-7645-0808-1
Erschienen am 25. Juli 2022

2 Gedanken zu „München 72 von Petra Mattfeldt / Rezension

  1. Es wird allerhöchste Zeit, hier ein Kommentar zu hinterlassen.
    Wie immer eine schöne, interessante Rezension.
    Ich bin noch am überlegen ob ich es mir kaufe. Aber ich habe noch sooo viele ungelesene Bücher die auf mich warten und auf die ich mich freue…
    Tja, da waren sie wieder meine Buchprobleme 😂💖📚💖

    1. Liebe Kerstin,
      lieben Dank für Deinen Kommentar. Das Problem kenne ich natürlich auch. Die Regale sind voll und einige sogar noch ungelesen. Aber das Buch wollte ich unbedingt lesen, weil es ja von einer meiner Lieblingsautorinnen geschrieben wurde.
      Aber vielleicht siehst du es irgendwo liegen und nimmst es doch mit. Empfehlen kann ich es Dir auf jeden Fall.

      Ganz liebe Grüße
      Deine Nady

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