Die stille Heldin von Hera Lind / Rezension

Die stille Heldin von Hera Lind / Rezension

© Cover: Heyne/Randomhouse.de
© Foto: nadys-buecherwelt.de

Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war klassische Sängerin, bevor sie mit zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Seit einigen Jahren schreibt sie ausschließlich Tatsachenromane, ein Genre, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Dabei versteht sie es auf einzigartige Weise, in dem bewegenden persönlichen Schicksal historische und aktuelle gesellschaftliche Missstände anschaulich zu machen. Mit diesen Romanen erobert Hera Lind immer wieder die SPIEGEL-Bestsellerliste. Die vierfache Mutter und mehrfache Großmutter lebt mit ihrem Mann in Salzburg, wo sie auch gemeinsam Schreibseminare geben (© Hugendubel.de)

© Michael Tinnefeld

Klappentext:
Eine starke Mutter. Ein ungewolltes Mutterkreuz. Ein Schicksal in Zeiten des Krieges.
Runau, 1905: Die junge Helene wird gezwungen, den gewalttätigen Großbauern Otto zu heiraten. Ihre Ehe ist vom Patriarchat geprägt. Auch ihre Söhne müssen für den Vater schuften wie Arbeitssklaven. Als Otto im Ersten Weltkrieg fällt, versorgt die sechsfache Mutter den Bauernhof allein. Mit ihrer großen Liebe, dem Grenzsoldaten Ewald, bekommt sie sechs weitere Kinder. Bald aber stellt der erstarkende Nationalsozialismus die Familie vor eine Zerreißprobe. Helene verliert durch Unfälle, den Zweiten Weltkrieg und ein grausames Kriegsverbrechen fünf ihrer zwölf Kinder. Und doch bewahrt sie sich ihr großes Herz, das schließlich auf eine letzte schwere Probe gestellt wird.
Auf mitreißende und zutiefst bewegende Weise erzählt Hera Lind vom Schicksal einer Mutter im Krieg – so wie es wohl unzählige Mütter und Kinder erlebt haben und was viele Familien über Generationen prägte. Zugleich feiert sie mit dieser einzigartigen Familiengeschichte die Liebe (Heyne/Randomhouse.de)

Rezension:
Ich liebe die Bücher von Hera Lind sehr und auch dieses Mal hat sie mich nicht enttäuscht, wenn diese wahren Begebenheiten auch keine leichte Kost sind.
Auch in „Die stille Heldin“ hat sie mich nicht enttäuscht.

Die junge Helene lebt 1905 in Runau. Sie wird mit 16 Jahren gezwungen, den gewaltbereiten Großbauern Otto zu heiraten. Von da an bestimmt Otto ihr Leben und neben nächtlichen Grausamkeiten muss sie auf dem Hof schuften.
Sie gebärt Söhne, aber auch die werden von Otto tyrannisiert und müssen ebenfalls schwer auf dem Bauernhof schuften.
Dann fällt Otto im Ersten Weltkrieg und Helene versorgt von da an ihre sechs Kinder und den Hof allein.
Bis sie ihre große Liebe, den Grenzsoldaten Ewald findet und ihm weitere sechs Kinder schenkt.
Doch dann machen ihnen die Nationalsozialisten das Leben schwer.  Sie verliert durch verschiedenste Ursachen fünf ihrer zwölf Kinder. 
Helene bewahrt aber nach wie vor ihr großes Herz, bis sie mit einem weiteren Schicksalsschlag konfrontiert wird.

Fazit:

 Ein sehr ergreifender und emotionaler Roman, der mich manchmal ungläubig zurückgelassen hat. Was Helene und ihre Kinder teilweise erleben mussten war so schrecklich, dass ich zwischendurch das Buch weglegen musste.
Wie in der damaligen Zeit oft mit Frauen umgegangen wurde, hat mich wirklich tief berührt.
Hera Lind hat die Protagonisten sehr gut beschrieben und ich habe Helene für ihre Stärke, sehr bewundert.
Der Schreibstil von Hera Lind war locker und flüssig zu lesen. Auch wenn die wahre Begebenheit von Helene mich zwischendurch im Lesefluss stoppten.
Aufgrund der hervorragenden Beschreibungen der Charaktere, ob gut oder böse, habe ich die Story wie ein Film vor mir gesehen. Da die Autorin sehr detailgetreu und ehrlich das Leben von Helene beschrieben hat, saß ich oft völlig fassungslos da.

Von mir bekommt dieser Roman 5 von 5 Sterne und ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch dieser hervorragenden Autorin.

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