Kerstin Sgonina – Und wenn wir wieder tanzen / Rezension

Kerstin Sgonina – Und wenn wir wieder tanzen / Rezension

Rezension

Und wenn wir wieder tanzen von Kerstin Sgonina

Vielen Dank an die Buchboutique vom Rowohlt/Wunderlich Verlag, dass sie mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Klappentext:

Hamburg, 1962: Marie Hansen lebt in der Kleingartensiedlung Zur alten Landesgrenze in Wilhelmsburg. Als Zimmermädchen im Hotel Atlantic wird sie schlecht bezahlt und von den Gästen herablassend behandelt. Aber hier, unter ihren verschrobenen Nachbarn, hat sie eine Heimat gefunden. Bis Marie in einer Februarnacht von einem Tosen erwacht, Schreie sind zu hören – die Siedlung steht unter Wasser. Marie wird gerettet, doch das wenige, was sie besaß, hat sie verloren. Für die nächsten Wochen wird sie bei Effie von Tieck in St. Pauli einquartiert. Die ältere Dame besitzt ein Tanzlokal in der Speicherstadt, das durch die Sturmflut ebenfalls schwer beschädigt wurde. Marie ahnt, dass sich hinter Effies ruppiger Fassade eine tragische Geschichte verbirgt, und beschließt, der verzweifelten Frau unter die Arme zu greifen. Das Danzhus soll wieder ein Ort der Lebensfreude werden! Mit vereinten Kräften bauen die ungleichen Frauen das Lokal wieder auf – und schöpfen durch ihre ungewöhnliche Freundschaft neuen Lebensmut …

Meine Meinung:

Dies war der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Nach dem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich unheimlich gespannt auf diese Story. 
1962 wurde Hamburg von einer Flut überrascht und Marie, die dort in einer Kleingartensiedlung lebte, wurde von den Wassermengen überrascht. Genau wie ihre Nachbarn versucht sie den Naturgewalten zu entfliehen. Ihr ganzes Hab und Gut musste sie allerdings zurücklassen und so blieb ihr nur das, was sie am Körper trug. 
Sie überlebt das Ganze und findet bei einer älteren Dame Unterschlupf in St. Pauli.  Effie von Tieck hat bei dieser Flut ihr Tanzlokal Danzhus verloren, was ihr ganzer Stolz war und an das sie die schönsten Erinnerungen knüpft.  Sie ist niedergeschlagen und verzieht sich oft in ihrem Zimmer. 
Doch Marie versucht sie wieder aufzumuntern und ermutigt sie, das Danzhus wieder aufzubauen. Doch die betuchte Effie hat keine Kraft mehr dazu. 
So beginnt Marie, mit Hilfe eines Bekannten, das Danzhus wieder zu dem zu machen, was es einmal war. 
Ob ihr das gelingt und welche Erinnerung Effie an die frühere Zeit hat, musst Du selber lesen.

Mir hat der Schreibstil und die Geschichte sehr gut gefallen. Der Roman spielt in zwei Zeitepochen, so dass man immer wieder in die Rückblicke von Effie eintauchen kann. Andererseits spielt das Leben um Marie im Jahr 1962.
Sehr geschickt hat die Autorin diese Zeitspannen zusammengefügt, so dass alles einen Sinn und eine wundervolle historische Story ergab. 
Marie war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich habe sie für ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen bewundert.
Anders war es bei Effie, die für mich sehr unsympathisch wirkte und erst durch ihre Vergangenheitsgeschichte konnte ich ihre Niedergeschlagenheit verstehen. Auch sie macht in diesem Buch eine große Wendung durch, so dass sie wieder Hoffnung und Frieden schließen kann.
Der Schreibstil von Kerstin Sgonina war flüssig und einfallsreich, so dass ich schnell durch die Seiten geflogen bin.  Ich werde die Autorin auf jeden Fall weiterhin beobachten und freue mich, noch weitere Geschichten aus der Feder von Kerstin Sgonina zu entdecken. 
Von mir bekommt der Roman 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Kerstin Sgonina
© Wunderlich/Rowohlt
Foto: ©nadys-buecherwelt.de

Cover:  © Wunderlich/Rowohlt Verlag
Foto:  © nadys-buecherwelt.de
Klappentext: © Wunderlich / Rowohlt Verlag
Text:  © nadys-buecherwelt.de
IBAN:  978-3-8052-0089-9
Preis:   Gebundene Ausgabe  22,– €
E-Book  14,99 €
Seiten:  464

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