Die Fabrik der süßen Dinge (Band 1) ~ Helenes Hoffnung von Claudia Romes / Rezension

Die Fabrik der süßen Dinge (Band 1) ~ Helenes Hoffnung von Claudia Romes / Rezension

Autorin:

Claudia Romes wurde 1984 als Kind eines belgischen Malers in Bonn geboren. Mit neun Jahren begann sie, ihre eigenen Geschichten zu erzählen, und fasste den Entschluss, eines Tages Schriftstellerin zu werden. Nach einigen beruflichen Umwegen widmete sie sich ganz dem Schreiben und lebt heute ihren Traum. Die Autorin wohnt mit ihren zwei Kindern in der Eifel. 
Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane »Das Geheimnis der Hyazinthen«, »Beethovens Geliebte«, »Die Fabrik der süßen Dinge – Helenes Hoffnung«, »Die Fabrik der süßen Dinge – Helenes Träume«, »Zeit der Pfingstrosen« und »Das Wunder der Tannenbäume« erschienen.

Porträtfoto Claudia Romes
© Fotostudio Nieder

Klappentext:

Köln, 1927: Helene von Ratschek sprüht vor neuen Ideen für die Süßwarenmanufaktur ihrer Familie. Ob Lakritz, Konfekt oder Weingummi, ihre Kreationen sind so köstlich wie originell. Doch als ihr Vater seine Nachfolge verkündet, gewährt er seinen Söhnen den Vortritt, während Helene einen Geschäftspartner heiraten soll. Helene aber weiß, was die Ehe aus Frauen macht: Schatten ihrer Männer, ohne die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben. Kurzentschlossen heuert sie unter falschem Namen bei der Konkurrenz in Hamburg an und begegnet dort dem charmanten Fabrikantensohn Frederik. 

Rezension:

Köln im Jahr 1927: Helene von Ratschek liebt die Süßwarenmanufaktur ihrer Familie und steckt ihr ganzes Herzblut in die Entwicklung neuer Kreationen. Ob Lakritz, Konfekt oder Weingummi, ihre Ideen sind außergewöhnlich und kommen bei den Angestellten und Kunden gleichermaßen gut an. Für Helene steht fest, dass sie eines Tages die Nachfolge ihres Vaters antreten wird.

Doch ihr Vater Theodor hat ganz andere Pläne. Als strenger Patriarch entscheidet er, dass ihre beiden Brüder die Manufaktur übernehmen sollen. Während Henry lieber seinem Kunststudium nachgehen möchte, ähnelt Alfred seinem Vater sehr und verfolgt seine eigenen Vorstellungen. Für Helene hat er ebenfalls bereits entschieden: Sie soll einen deutlich älteren Geschäftspartner ihres Vaters heiraten.

Helene weigert sich, sich ihrem Schicksal zu fügen. Kurzerhand verlässt sie Köln und beginnt unter falschem Namen in einer Hamburger Süßwarenmanufaktur eine Lehre. Dort versucht sie, ihren Traum zu verwirklichen und gleichzeitig ihre wahre Herkunft geheim zu halten. Doch dann begegnet sie Frederick, dem attraktiven Sohn der Konkurrenz, und ihre Gefühle geraten zusätzlich durcheinander.

Fazit:
Was für ein wundervoller Auftakt der Reihe „Die Fabrik der süßen Dinge“! Claudia Romes hat mich mit ihrem bildhaften und flüssigen Schreibstil sofort in die Geschichte hineingezogen. Die Charaktere sind so lebendig und anschaulich beschrieben, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, einen Film vor meinem inneren Auge zu sehen.

Besonders beeindruckend fand ich die Darstellung des damaligen Frauenbildes. Es ist erschreckend zu lesen, wie wenig Möglichkeiten Frauen zu dieser Zeit hatten und wie selbstverständlich über ihre Zukunft entschieden wurde. Gerade Helene hat mich mit ihrem Mut, ihrer Leidenschaft und ihrem starken Willen sehr beeindruckt. Obwohl sie für die Süßwarenmanufaktur brennt und großes Talent besitzt, werden ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt.

„Helenes Geheimnis“ ist eine wunderschöne Mischung aus Familiengeschichte, Liebe, Emanzipation und der faszinierenden Welt der Süßwaren. Ich habe Helene sehr gerne auf ihrem Weg begleitet und bin gespannt, welche Herausforderungen noch auf sie warten.

Für diesen gelungenen Reihenauftakt vergebe ich 5 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐⭐⭐

Der zweite Band, „Helenes Träume“, liegt bereits bereit und ich freue mich sehr darauf, Helene weiterhin begleiten zu dürfen!

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