Die Löwenmutter von Hera Lind / Rezension

Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war klassische Sängerin, bevor sie mit zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Seit einigen Jahren schreibt sie ausschließlich Tatsachenromane, ein Genre, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Dabei versteht sie es auf einzigartige Weise, in dem bewegenden persönlichen Schicksal historische und aktuelle gesellschaftliche Missstände anschaulich zu machen. Mit diesen Romanen erobert Hera Lind immer wieder die SPIEGEL-Bestsellerliste. Die vierfache Mutter und mehrfache Großmutter lebt mit ihrem Mann in Salzburg, wo sie auch gemeinsam Schreibseminare geben. (© Penguinrandomhouse/Heyne)
www.heralind.com/

Klappentext:
München, 1985: Die junge Claudia Baumgartner lernt den sieben Jahre älteren Flötisten Florian Moser kennen und lieben. Das junge Paar bekommt Fünflinge, die als Frühchen auf die Welt kommen. Zwei der Babys sterben nach wenigen Monaten. Claudia kämpft wie eine Löwin, um ihrer Familie das optimale Zuhause zu bieten. Sie bekommt noch eine weitere Tochter, Julia, und nimmt ein Pflegekind auf, das türkische Mädchen Merve. Doch Florian, der eine bipolare Störung hat, wird zunehmend aggressiv, hat Affären und zwingt Claudia zu mehreren Umzügen quer durch die ganze Republik. Ausgerechnet im Umzugsunternehmer Didi findet Claudia einen treuen Freund – und später einen verlässlichen neuen Partner, als sie sich endlich von Florian trennt. Didi ist es schließlich auch, der Claudia eine späte Heimat schenkt, mit dem Kauf des Hauses in Bergheim, in dem sie sich einst am wohlsten fühlte.
Rezension:
Claudia und der 7-Jahre ältere Florian Moser sind glücklich verheiratet. Zu ihrem Glück fehlt ihnen nur noch ein gemeinsames Kind. Dann endlich ist Claudia schwanger und alles schein perfekt. Als sich dann jedoch herausstellt, dass es Fünflinge sind, sind die Beiden doch erst geschockt. Aber schließlich siegt die Freude auf ihren Nachwuchs, die als Frühchen auf die Welt kommen. Claudia ist glücklich, bis sie erfährt dass es zwei der Kleinen nicht gut geht und sie leider sterben.
Für die drei verbliebenen Säuglinge, beginnt Claudia wie eine Löwin zu kämpfen. Als der Tag kommt, an dem die drei Kleinen nach Hause dürfen, sind Claudia und Florian glückliche Eltern. Später bekommen sie eine weitere Tochter, mit dem Namen Julia. Außerdem nehmen sie noch das türkische Pflegekind Merve bei sich auf und Claudia meistert alles mit Bravour. Doch Florian entwickelt eine bipolare Störung und sein Verhalten wird immer aggressiver und er betrügt Claudia mehrmals. Außerdem zwingt er die Familie immer wieder zu Umzügen durch die Republik.
Bei einem dieser Umzüge lernt Claudia den Umzugsunternehmer Didi kennen und er wird zu einem treuen Freund.
Claudia merkt schnell, dass sie und Didi Gefühle füreinander haben. Schließlich trennt sie sich von Florian und Didi schenkt ihr endlich eine Heimat. Als er das Haus in Bergheim kauft, ist Claudia der glücklichste Mensch, denn hier hat sie sich immer am wohlsten gefühlt.
Fazit:
Ich habe mich wieder sehr auf den Roman von Hera Lind gefreut. Ich liebe ihre Bücher in denen es um wahre Begebenheiten handelt und dieses Mal handelt es sich nicht um einen historischen Roman.
Dieses mal lernen wir Claudia Moser kennen, die eine wahnsinnig starke und unglaubliche Frau ist. Der Roman hat mich berührt und ich habe Claudia sehr geschätzt. Ihre Stärke, ihr Durchhaltevermögen und der Umgang mit ihren Kindern habe ich sehr bewundert. Sie hat wirklich einiges mit ihrem Exmann durchmachen müssen und umso schöner finde ich, dass sie jetzt ihr Glück mit Didi gefunden hat.
Hera Lind hat ihre Geschichte hervorragend herübergebracht und durch den angenehmen Schreibstil bin ich nur so durch die 512 Seiten geflogen.
Von mir bekommt dieses Buch 5 von 5 Sterne und eine überaus große Leseempfehlung. Ich freu mich schon sehr auf den nächsten Roman aus der Feder von Hera Lind.
Lieblingszitat aus dem Roman:
“Tränen sind der Stuhlgang der Seele”