Rosen im Asphalt von Felicitas Fuchs / Rezension

Rosen im Asphalt von Felicitas Fuchs / Rezension

Cover: © Penguinrandomhouse.de
Foto: © Nadys-Bücherwelt.de

Autorin:

Carla Berling wurde 1960 in Bad Oeynhausen geboren und begann früh zu schreiben. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Reporterin und Pressefotografin, was ihr einen engen Bezug zu menschlichen Schicksalen verschaffte
Unter dem Pseudonym Felicitas Fuchs veröffentlichte sie 2022 den ersten Teil ihrer Mütter-Trilogie, die sofort ein SPIEGEL-Bestsellererfolg wurde.

© https://www.carla-berling.de/about-me/

Klappentext:

Linda kommt 1956 in einem Hamburger Krankenhaus zur Welt. Ihre Mutter lässt sie dort schon kurz nach der Geburt zurück. Das Mädchen wächst bei den Großeltern und in Heimen auf, in Armut und ohne Sicherheit, bis sie ein Zuhause findet, in dem sie gefördert wird. Im selben Jahr wird Irmi in Köln in geboren. Ihre Familie ist wohlhabend, aber ihre Mutter ist krank und überfordert. Daher kommt sie zunächst zu Verwandten ins Ausland. Als der Vater sie sechs Jahre später zurückholt, spricht Irmi kein Deutsch und fühlt sich in der eigenen Familie fremd. Zwei Mädchen aus Welten, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Doch als Irmi Linda in einem dramatischen Moment das Leben rettet, werden sie unzertrennlich. Ihre Freundschaft trägt sie durch fünf Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte – geprägt von Verlusten, Hoffnungen und Neubeginn.
Paperback, Klappenbroschur, 416 Seiten,
Erschienen am: 13.05.2026
ISBN: 978-3-453-44296-2

Rezension:

Der Roman von Felicitas Fuchs spielt in der Nachkriegszeit. Die beiden Mädchen Linda und Irmi begegnen sich zum ersten Mal in der Schule und werden im Laufe der Zeit beste Freundinnen. Obwohl sie in völlig unterschiedlichen Verhältnissen leben, tut das ihrer Freundschaft keinen Abbruch.
Lindas Leben beginnt von Anfang an unter schwierigen Bedingungen. Sie wächst bei Pflegeeltern und in Kinderheimen auf und muss schon früh viel Leid erfahren.
Irmi hingegen lebt in ganz anderen Verhältnissen. Sie wächst bei ihren Eltern auf und finanziell fehlt es ihr an nichts, außer an der Liebe und Zuneigung ihrer Eltern.
Gemeinsam meistern Linda und Irmi die Jahre des Wirtschaftswunders, die Studentenproteste und all die Sorgen und Ängste, die ihr Leben mit sich bringt.

Fazit:

Was für ein berührender und ergreifender Roman!
Der Schreibstil von Felicitas Fuchs hat mir wieder sehr gut gefallen, und ich konnte mich vollkommen in die Geschichte fallen lassen. Die Atmosphäre in diesem Buch war teilweise wirklich schwer zu verkraften. Was die beiden Mädchen durchleben müssen, ist oft sehr grausam und bedrückend. Und doch halten die beiden fest zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
Linda lässt nur schwer Nähe zu, während Irmi mit unglaublichen Problemen innerhalb ihrer Familie zu kämpfen hat. Gerade diese unterschiedlichen Lebensgeschichten und die tiefe Freundschaft zwischen den beiden machen den Roman für mich so besonders.
Ein wunderschöner, wenn auch sehr ergreifender historischer Roman, den ich gerne weiterempfehle.

Von mir erhält „Rosen im Asphalt“ 4 von 5 Sternen. Einen Stern ziehe ich ab, weil stellenweise Dinge ausführlicher beschrieben wurden, die für mich unnötig waren und mich in der Geschichte nicht besonders interessiert haben.

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