Vergiss nicht zu tanzen, Hanna von Mareike Busch / Rezension

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna von Mareike Busch / Rezension

© Cover: Atlantik Verlag
© Video: nadys-buecherwelt.de

Autorin:

Mareike Busch ist das Pseudonym eines Autors, der bisher vor allem Kriminalromame verfasst hat. Für dieses Buch hat er – auch im Andenken an seine Mutter, die das Vorbild für die Hauptfigur Hanna war – einen weiblichen Autorennamen gewählt. Er lebt in Köln und in Portugal.

Klappentext:

Was man im Herzen trägt, kann man nicht verlieren.
Eine Kleinstadt in Norddeutschland im Jahr 2002. Die Übersetzerin Anne reist aus Berlin an, weil sie ihre Mutter Hanna, die im Sterben liegt, in den letzten Lebenstagen begleiten möchte. Kaum dass ihre Mutter gestorben ist, findet Anne ein Buch, geschrieben von Hanna – die Geschichte über eine Kindheit in einem Dorf in Westpommern, über ein Mädchen namens Rosa und über eine schwere Schuld.

Rezension:

In einer kleinen Stadt in Norddeutschland begleitet Anna ihre Mutter Hannah, die im Sterben liegt.
Nach deren Tod findet Anna in den Schränken ihrer Mutter ein Buch, das Hannah offenbar selbst geschrieben hat. Darin erfährt Anna Dinge, über die ihre Mutter nie gesprochen hat. Sie schreibt über ihre Kindheit in Westpommern, ihre Geschwister, die Kriegsjahre und die Flucht aus ihrer Heimat.
Zum ersten Mal erfährt Anna von einer kleinen Rosa, offenbar einer Schwester ihrer Mutter, von der sie bisher noch nie gehört hat. Hannah hatte wohl ihr ganzes Leben lang Schuldgefühle. In ihrem Buch hat sie sich alles von der Seele geschrieben. Anna ist tief beeindruckt von dem, was ihre Mutter damals erleben musste.
Anna möchte ihrer Mutter einen letzten Wunsch erfüllen und begibt sich auf die Suche nach Rosa. Doch sie hat nur deren Vornamen und der kann inzwischen ganz anders lauten. Kann ihr noch lebender Onkel dabei helfen? Anna unternimmt alles, um Rosa zu finden und damit ihre Mutter in Frieden ruhen kann.

Fazit:

Was für ein gefühlvolles und sehr ergreifendes Buch! Mareike Busch hat einen wundervollen Schreibstil. Ich hatte den Inhalt des Buches wie einen Kinofilm vor Augen, was mich beim Lesen manchmal zu Tränen rührte.

Der Roman spielt in zwei Zeitepochen: Zum einen in der Gegenwart, in der Anna versucht, ihre Tante Rosa zu finden, und zum anderen in der Vergangenheit, in der wir die unglaubliche Geschichte von Hannah miterleben. Die Autorin hat die Charaktere sehr lebensecht und glaubwürdig dargestellt, wodurch die Geschichte noch viel ergreifender wurde.

Der Name Mareike Busch ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Krimiautors. Da er diesen Roman im Gedenken an seine Mutter geschrieben hat, veröffentlichte er ihn unter einem weiblichen Autorennamen.

Von mir bekommt „Vergiss nicht zu tanzen, Hanna“ 5 von 5 Sterne. Ein wirklich toller Roman, den ich von ganzem Herzen empfehlen kann.

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